Erdung nach Norm – damit sie auch in 30 Jahren noch schützt
Die Erdung sieht später niemand mehr. Gerade deshalb bauen wir sie so, dass sie hält: Erder aus Edelstahl V4A, eine dichte Hauseinführung statt eines Lochs in der Kellerwand – und am Ende ein gemessener Wert mit Protokoll.

Was wir einbauen
Tiefenerder oder Ringerder aus Edelstahl V4A (Werkstoff 1.4571 bzw. 1.4404) – so, wie DIN VDE 0100-540, Abschnitt 542.2.5, es für erdverlegte Verbindungsleiter vorschreibt
Anschlussfahnen und Verbindungen aus demselben Werkstoff, damit keine Kontaktkorrosion entsteht
Haupterdungsschiene und Schutzpotentialausgleich: Wasser, Gas, Heizung, Zählerschrank, PV und Wallbox sauber eingebunden
Bei Neubau mit Perimeterdämmung oder WU-Beton: Ringerder außerhalb der Dämmung, wie es die Norm vorsieht
Norm Erdverlegte Erder und Verbindungsleiter führen wir aus nichtrostendem Stahl V4A (Werkstoff 1.4571/1.4404) aus – Verbindungsleiter aus feuerverzinktem Stahl dürfen nach DIN VDE 0100-540:2024-06, Abschnitt 542.2.5, nicht in Erde verlegt werden.
Norm An der Haupterdungsschiene nach DIN VDE 0100-540 (Abschnitt 542.4) verbinden wir Erder, Schutzleiter und den Schutzpotentialausgleich – metallene Wasser- und Gasleitungen (hinter dem Isolierstück) sowie die Heizungsanlage mit mindestens 6 mm² Kupfer.
Die Hauseinführung: dicht statt Loch in der Wand
Wo der Erdungsleiter in das Gebäude geht, entscheidet sich, ob der Keller trocken bleibt. Wir setzen eine wasser- und gasdichte Mauerdurchführung. So dringt keine Feuchtigkeit ein, und der Leiter ist an der empfindlichsten Stelle geschützt.
Norm Gebäudeeinführungen führen wir gas- und wasserdicht nach DIN 18012 aus, wie es VDE-AR-N 4100 (Abschnitt 5.4.2) für Hauseinführungen verlangt – bei uns gilt das auch für die Durchführung des Erdungsleiters.
Gemessen, nicht geschätzt
Schon beim Setzen des Erders messen wir den Erdungswiderstand. Nach Fertigstellung prüfen wir die gesamte Anlage und übergeben ein Prüfprotokoll nach DIN VDE 0100-600 – mit Messwerten und Fotos. Sie wissen schwarz auf weiß, dass Ihre Erdung wirkt.
Norm Jede Erdungsanlage messen wir nach der Errichtung durch (Erdungswiderstand, Durchgängigkeit des Schutzpotentialausgleichs) und dokumentieren das Ergebnis im Prüfbericht nach DIN VDE 0100-600 – die Haupterdungsschiene ist dafür nach DIN VDE 0100-540 (Abschnitt 542.4.2) trennbar ausgeführt.

Was wir häufig vorfinden
Verzinkter Stahl im Erdreich
Nach einigen Jahren angegriffen, die Schutzwirkung lässt unbemerkt nach.
Leitung ungeschützt durch die Kellerwand
Feuchtigkeit dringt ein, der Leiter korrodiert genau dort, wo man nicht hinsieht.
Kein Messwert, kein Protokoll
Niemand weiß, ob die Erdung im Ernstfall überhaupt funktioniert.
Unser Anspruch: Material, das im Boden hält, eine dichte Einführung und ein dokumentierter Messwert.
Wann Sie an die Erdung denken sollten
- Sie erneuern den Zählerschrank oder die Unterverteilung
- Eine PV-Anlage, ein Speicher oder eine Wallbox ist geplant
- Altbau ohne Fundamenterder oder mit unklarer Erdung
- Neubau oder Anbau mit Dämmung unter der Bodenplatte
- Feuchter Keller an der Stelle, an der die Erdung ins Haus kommt
Erdung – häufige Fragen
Warum Edelstahl V4A und nicht verzinkter Stahl?
Im Erdreich ist der Erder dauerhaft Feuchtigkeit und Salzen ausgesetzt. Edelstahl V4A ist dafür gemacht. Verzinkter Stahl ist für die Einbettung in Beton vorgesehen – Verbindungsleiter aus feuerverzinktem Stahl dürfen nach DIN VDE 0100-540, Abschnitt 542.2.5, nicht in Erde verlegt werden.
Brauche ich eine neue Erdung, wenn ich den Zählerschrank erneuere?
Nicht immer. Wir messen die vorhandene Erdung. Ist der Wert in Ordnung und das Material geeignet, bleibt sie; sonst ergänzen wir einen Tiefen- oder Ringerder.
Wie wird der Erdungswiderstand gemessen?
Mit einem geeichten Erdungsmessgerät, beim Setzen des Erders und nach Fertigstellung. Die Werte stehen im Prüfprotokoll.
Warum ist die Hauseinführung so wichtig?
Eine offene Durchführung lässt Feuchtigkeit in den Keller und greift den Leiter an. Eine dichte Mauerdurchführung schützt beides dauerhaft.
Was kostet eine Erdung nach Norm?
Das hängt von Boden, Gebäude und Zugang ab. Sie erhalten einen Festpreis nach kurzer Besichtigung oder anhand von Fotos.
Erdung prüfen lassen
Mehr zum Material im Ratgeber: Edelstahl-Tiefenerder – warum das Material entscheidet. Die Erdung gehört oft zu einem größeren Vorhaben: Sicherungskasten erneuern, Komplettsanierung, Photovoltaik oder Wallbox.
Wir arbeiten regelmäßig in diesen Stadtteilen und Gemeinden
Unser Schwerpunkt ist der Hamburger Norden — vom Alstertal über die Walddörfer bis Wandsbek — und Norderstedt. Von unserem Sitz in Hamburg-Sasel sind wir dort in 10 bis 25 Minuten vor Ort: kurze Wege, schnelle Termine. Größere Projekte übernehmen wir nach Absprache auch darüber hinaus — für jede Region pflegen wir eine eigene Übersichtsseite.